Ostoja Pamięci · Über mich

Piotr Kentnowski

Gründer, Forscher und Autor von Ostoja Pamięci. Seit 2017 dokumentiere ich privat und ehrenamtlich die Gräber polnischer Opfer des Zweiten Weltkriegs in Deutschland.

Piotr Kentnowski
Piotr Kentnowski

Mein Weg

Ich stamme aus Dziergowice in Oberschlesien und lebe in Schwäbisch Hall. Am Anfang stand ein einziger Ort: der Friedhof der ehemaligen Entbindungs- und Kinderpflegestätte in Gantenwald – und die Frage, wer dort begraben liegt. Am 15. September 2017 habe ich mit dieser Suche begonnen.

Aus den ersten Besuchen, Fotos und Dokumenten wurde mit der Zeit eine systematische Arbeit: Archivrecherche, Briefe an Gemeinden und Friedhofsverwaltungen, Besuche vor Ort. Im November 2018 ging die erste Website online, ein Jahr später das erweiterte Portal mit Datenbank. Heute umfasst sie 8.004 Personen in 395 Gemeinden und Städten (Stand: Oktober 2026).

Ich bin kein Berufshistoriker. Die Methode dieser Arbeit habe ich mir selbst erarbeitet – Schritt für Schritt, an Dokumenten, in Archiven und auf Friedhöfen. Im Mittelpunkt steht immer der Mensch: sein Name, sein Schicksal, der Ort seines Todes und seiner Bestattung.

Wichtige Etappen

  1. 15. September 2017Beginn der Arbeit auf dem Friedhof in Gantenwald (Landkreis Schwäbisch Hall).
  2. 21. November 2018Erste Website ostojapamieci.pl mit drei Landkreisen.
  3. 22. November 2019Erweitertes Portal mit Datenbank und Suche.
  4. 2024Goldenes Verdienstkreuz der Republik Polen.
  5. 2025„Botschafter der polnischen Geschichte“ (IPN); Ehrenschirmherrschaft des polnischen Kulturministeriums.
  6. 2026Ermächtigung der Botschaft der Republik Polen in Berlin; Medaille „Hüter der Stätten des nationalen Gedenkens“.

Auszeichnungen und Anerkennung

Meine Arbeit wurde von staatlichen Stellen und Institutionen gewürdigt, die sich mit Geschichte und Bildung befassen. Recherche, Dokumentation und die Entwicklung des Projekts führe ich dabei unabhängig durch. Ich verstehe diese Auszeichnungen als Anerkennung für alle, die vor Ort geholfen haben – in Polen wie in Deutschland.

  • 2024

    Goldenes Verdienstkreuz der Republik Polen

    (Złoty Krzyż Zasługi)

    Staatliche Auszeichnung, verliehen vom Präsidenten der Republik Polen für die Dokumentation und den Schutz polnischer Gedenkorte.

  • 2025

    „Botschafter der polnischen Geschichte“

    (Ambasador Polskiej Historii)

    Auszeichnung des Instituts für Nationales Gedenken (IPN) für Menschen, die polnische Geschichte außerhalb Polens vermitteln.

  • 2025

    Ehrenschirmherrschaft des Ministeriums für Kultur und Nationales Erbe der Republik Polen

    (Patronat honorowy Ministerstwa Kultury i Dziedzictwa Narodowego)

    Für das gesamte Projekt Ostoja Pamięci.

  • Ermächtigungen der Botschaft und der Generalkonsulate der Republik Polen

    (Upoważnienia Ambasady RP w Berlinie oraz Konsulatów Generalnych RP w Monachium i Kolonii)

    Ich dokumentiere polnische Grabstätten mit Ermächtigung der Botschaft der Republik Polen in Berlin sowie der Generalkonsulate in München und Köln.

  • 2026

    „Ritter der polnischen Auslandsbildung“

    (Rycerz Oświaty Polonijnej)

    Auszeichnung für Bildungs-, Geschichts- und Gemeinschaftsarbeit in der polnischen Gemeinschaft im Ausland.

  • 2026

    Medaille „Hüter der Stätten des nationalen Gedenkens“

    (Opiekun Miejsc Pamięci Narodowej)

    Überreicht am 17. September 2026 im Generalkonsulat der Republik Polen in München.

Piotr Kentnowski nach der Verleihung der Medaille im Generalkonsulat der Republik Polen in München
Nach der Verleihung der Medaille „Hüter der Stätten des nationalen Gedenkens“ im Generalkonsulat der Republik Polen in München, 17. September 2026.

Partner und Unterstützung

Für diese Unterstützung bin ich dankbar.

Partner
Związek Polaków w Niemczech „Rodło“ – Bund der Polen in Deutschland.
Grablichter
Gestiftet von der Firma MAX-POL.

Das Generalkonsulat der Republik Polen in München verweist auf seiner Website auf Ostoja Pamięci.

Bildung und Veröffentlichungen

Erinnerung braucht Wissen, das man weitergeben kann. Deshalb schreibe ich nicht nur für die Datenbank, sondern auch für Menschen, die selbst suchen möchten – und für Kinder.

  • Ratgeber „Na tropie pamięci“

    „Auf den Spuren der Erinnerung“ – für alle, die polnische Gräber und Spuren ihrer Angehörigen in Deutschland suchen: Arbeit mit Quellen, Suche vor Ort, Kontakt mit Behörden. Mit Rezensionen von Dr. Karolina Trzeskowska-Kubasik und Prof. Dr. habil. Andrzej Szymański. Die gedruckte Ausgabe verteilt das Generalkonsulat in München kostenlos.

    Zum Ratgeber (polnisch)
  • Kindercomic „Strażnicy pamięci“

    „Hüter der Erinnerung“ – eine Comicreihe für Kinder von 8 bis 10 Jahren. Der erste Teil heißt „Tajemnica starej fotografii“ („Das Geheimnis des alten Fotos“).

    Zum Comic (polnisch)
  • Vorträge

    Unter anderem an der polnischen Schule in Remseck und auf der Konferenz der Fundacja Piastowska in Gniezno „W poszukiwaniu dobra wspólnego Polaków“ („Auf der Suche nach dem Gemeinwohl der Polen“).

In den Medien

Über meine Arbeit haben unter anderem die Südwest Presse (Schwäbisch Hall und Gaildorf), Polskie Radio und TV Polonia berichtet.

Presse und Medien – vollständige Übersicht (polnisch)

„Worte und Versprechen vergehen, gute Taten werden zum Zeugnis.“

Mein Leitsatz

Schreiben Sie mir

Ich antworte auf Deutsch oder Polnisch. Ob Gemeinde, Archiv, Schule oder Familie – jede Nachricht hilft, ein Stück Geschichte zu bewahren.

kontakt@ostojapamieci.pl Zusammenarbeit